Rüde oder Hündin?
Stellt man diese Frage unter Hundefreunde, bekommt man meistens die Antwort:
"Ich würde immer wieder nur eine Hündin (einen Rüden) nehmen weil..."
Dieses "weil" ist natürlich subjektiv und von der eigenen Erfahrung geprägt, denn grundsätzlich ist es Unsinn, zu behaupten Rüden seien "besser" oder "schlechter" als Hündinnen.
Beides sind in erster Linie Hunde, die sich so verhalten, wie sie erzogen sind.
Häufig bekommt man als Anfänger den Rat, sich für eine Hündin zu entscheiden. Sie seien leichter zu erziehen, gemütvoller, anhänglicher und duldsamer als Rüden.
Erziehungsfehler stellt sie nicht in gleichen Atemzug mit der Rangordnung in Frage. Was bei einem Rüden angeblich zu erwarten ist.
Aber das ist nur bedingt richtig.
Vergleichen wir mal den männlichen "Leitwolf" - oder besser:
das Alpha - Tier dieser gilt als Chef eines Wolfsrudels. Er vertritt das Rudel nach außen, indem er das Vorrecht der Reviermarkierung besitzt. Doch eingentlich ist die heimliche Chefin das weibliche Alpha- Tier zumindest, was die Belange innerhalb des Rudels betrifft.
Ein weiterer Punkt den man berücksichtigen sollte, ist Hundezucht.
Die Hündin ist zweimal im Jahr sexuell erregbar, sie ist dann "läufig" oder "heiß" .
Die Hündin neigt in dieser Zeit zu bluten und kann eventuell Teppiche und Kleidungsstücke verschmutzen.
Beim Rüden hingegen ist eine stärkere und sexuelle Erregbarkeit beziehungsweise Bereitschaft zur Paarung der Fall.
Daher neigen sie dazu, sich mit ihresgleichen auseinanderzusetzen oder zu messen.
Ein weiterer negativer Aspekt ist, daß er bei jeder sich bietenden Gelegenheit sein Bein hebt und ihm wichtig erscheinende Stellen mit seinem Harn bespritzt, um dadurch sein Revier zu markieren.
Dieses ist natürlich für Gartenbesitzer ärgerlich, da die Pflanzen den Urin nicht wirklich gut vertragen.
Deshalb sollten Sie alle Vor- und Nachteile für Ihre Entscheidung nochmals abwägen.